Aquaplaning – Was ist das und was kann ich tun?

Wir kennen diesen Satz vielleicht aus der Werbung. Ab 80 fährt man Wasserski.

Hört sich lustig an aber trifft bei einem unlustigen Thema den Nagel auf den Kopf. Egal, welches Auto gefahren wird.

Teuer oder billig, Benzin oder Diesel, dieses Phänomen kann uns alle treffen. Hier nun ein paar Erläuterungen zum Thema.

Was ist das überhaupt?

Wie am Wortteil „Aqua“ deutlich zu erkennen ist, hat Wasser damit zu tun. „Planing“ kommt aus dem Englischen und kann mit „gleiten“ übersetzt werden.

Es handelt sich also um ein Wassergleiten oder Gleiten auf Wasser.

Zum „Wassergleiten“ kommt es, wenn Wasser auf der Straße ist und es nicht schnell genug abfließt.

Autoreifen verdrängen während der Fahrt das dort stehende Wasser. Das Profil hat die Aufgabe, dieses Wasser schnellstmöglich abzuleiten.

Gelingt das nicht, bildet sich am Reifen ein Wasserpolster und das Auto beginnt darauf zu schwimmen.

Ein kontrolliertes Lenken ist ab da nicht mehr möglich. Das Fahrzeug bricht aus und die Folgen für Fahrzeug und Insassen sind unabsehbar.

Man kann Aquaplaning bereits im Vorfeld erahnen.

Wenn die Scheibenwischer die Wassermassen kaum mehr bewältigen und eine geschlossene Wasserdecke auf der Fahrbahn zu erkennen ist.

Auch wenn das vorausfahrende Fahrzeug keine sichtbare Spur auf der regennassen Straße hinterlässt, ist höchste Vorsicht geboten.

Besonders Spurrillen sind Gefahrenpunkte. Dort sammelt sich das Wasser und läuft nicht ab.

Wie kann ich Aquaplaning vermeiden?

Um Aquaplaning gänzlich zu vermeiden, sollte man bei Regen zu Hause bleiben.

Angesichts der Benzinpreise und Dieselpreise keine schlechte Idee, aber zumeist nicht praktikabel.

Was kann der Fahrer also aktiv unternehmen? Das Wasser kann nicht schnell abfließen. Also eine Frage der Geschwindigkeit.

Je langsamer ich fahre, desto geringere Mengen Wasser werden von meinem Reifen zu verdrängen sein.

Reduzierte Geschwindigkeit ist also das beste Mittel der Vermeidung. Auch die Reifenindustrie hat die Gefahr bei Starkregen im Blickfeld.

Es wurden spezielle Regenreifen entwickelt. Das Profil dieser Reifen ist so angelegt, große Mengen Wasser schnell abfließen zu lassen.

So bildet sich das gefährliche Wasserpolster unter dem Reifen nicht. Gute Reifen und ein angepasstes Fahrverhalten sind das A und O.

Reifen mögen eine Sache des Geldbeutels sein. Das Fahrverhalten ist allein eine Sache des gesunden Menschenverstandes.

Wie reagiere ich im Fall des Falles?

Und dann passiert es doch. Mein Auto ruckt und zuckt kurz.

Die Lenkung beginnt weich zu werden und ich habe das Gefühl Motorboot zu fahren. Was mache ich denn nun?

Hektik und Panik sind jetzt absolut fehl am Platz. Bleiben Sie besonnen.

Natürlich nehmen Sie zuerst das Gas zurück. Reduzieren Sie Ihre Geschwindigkeit.

Wenn Sie in der Situation daran denken, legen Sie den Leerlauf ein. So unterbrechen Sie die komplette Kraftübertragung auf die Fahrbahn.

Beginnen Sie niemals mit heftigen Lenkbewegungen, sondern halten die Lenkung weiterhin geradeaus.

Sollte das Fahrzeug wieder Bodenhaftung bekommen, dürfen die Räder auf keinen Fall quer stehen.

Innerhalb kürzester Zeit sollte der Bodenkontakt wieder vorhanden sein.

Danach können Sie Ihre Reise mit angepasster Geschwindigkeit fortsetzen. Gute Fahrt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.