Auswahl, Zulassung und Co. – Tipps für den Neuen

Wer plant, einen neuen Wagen anzuschaffen, steht vor der Qual der Wahl. Meist gibt das verfügbare Budget bereits einen gewissen Rahmen vor.

Neben der Versicherungsklasse macht sich auch der Spritverbrauch bei den laufenden Kosten bemerkbar und fließt oft in die Kaufentscheidung mit ein.

Wer ein paar Tipps berücksichtigt, kann bei der Auswahl und Zulassung eines Autos bares Geld sparen.

Ein sportlicher Straßenflitzer oder eher ein komfortables und geräumiges Familienauto – je nachdem wo die persönlichen Prioritäten liegen, sind verschiedene Angebote interessant.

Dabei lohnt es sich, die Verbrauchs- und Versicherungskosten im Auge zu behalten und ähnliche Modelle diesbezüglich miteinander zu vergleichen.

Auch bei der Anmeldung sollte auf verschiedene Dinge geachtet werden, um unnötige Ausgaben zu vermeiden.

Das passende Modell

Spritsparende Autos? Viele haben dabei immer noch das Bild eines leistungsschwachen Kleinwagens vor Augen.

Doch heute sind auch Limousinen oder Kombis erhältlich, die diesbezüglich ein interessantes Preis-Leistungs-Verhältnis aufweisen.

Seitdem die Reduzierung des CO2-Ausstoßes für KFZ zur Chefsache in der Politik geworden ist, sind die Hersteller inzwischen dazu gezwungen, die Richtlinien im Rahmen der technischen Möglichkeiten zu erreichen.

Da der Kraftstoffverbrauch dabei eine der wichtigsten Rollen spielt, kann der Verbraucher am Ende nicht nur durch günstigere Steuern, sondern auch durch geringere Ausgaben beim Tanken profitieren.

Dabei ist die technische Machbarkeit bei der Verbesserung der Effizienz nicht neu. Schwere LKWs überzeugen seit langem mit den besten Verbrauchswerten bei dem vergleichsweise hohen Gewicht.

Auch innerhalb einer bestimmten Wagenklasse unterscheiden sich die Modelle der verschiedenen Hersteller oft erheblich beim Durst nach Sprit.

Die Herstellerangaben bieten einen Anhaltspunkt, mit welchen Kosten diesbezüglich gerechnet werden muss.

Dennoch spielen noch weitere Kriterien eine Rolle, welche die Verbrauchswerte beeinflussen können:

  • Zuladung zum Leergewicht des Wagens
  • Beschaffenheit und Breite der Reifen (Rollwiderstand)
  • Eventuell angebrachte Gepäckträger (Luftwiderstand)
  • Fahrweise
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Herstellerangaben prüfen

Die Herstellerangaben zeichnen jedoch ein Bild des Durchschnittsverbrauchs unter optimalen Bedingungen, die mit der Realität auf der Straße in der Regel nicht viel gemeinsam haben.

Da jedoch für die Ermittlung der Werte dieselben Richtlinien gelten, sind die Preise dennoch vergleichbar.

Auch dann stechen immer wieder verschiedene Modelle hervor, die einen besonders günstigen Verbrauch aufweisen. Regelmäßig veröffentlicht der ADAC entsprechende Vergleichslisten, die einen Überblick über die Betriebs- und Fixkosten bietet. Auch zu erwartende Ausgaben für Werkstattbesuche und der Wertverlust sind dabei mit aufgeführt.

Auto zulassen

Ist die Entscheidung gefallen und der Wagen erworben, muss er nur noch angemeldet werden.

Die Gebühren für den verwalterischen Aufwand unterscheiden sich zwar bundesweit, hier besteht jedoch meist keine Wahlmöglichkeit.

Dennoch kann bei der Zulassung des neuen Autos mit ein paar Tipps Geld gespart werden. Das Kennzeichen, die Überführung des Wagens oder die Wahl der passenden Versicherung bieten ein gewisses Sparpotential.

Das günstige Kennzeichen

Bereits bei der Wahl und Beantragung des Kennzeichens lassen sich mögliche Kosten reduzieren. Auf der Zulassungsstelle wird ein Serienkennzeichen wahllos je nach Verfügbarkeit zugeteilt.

Wer hier auf eine bestimmte Buchstaben- und Zahlenkombination verzichtet, fährt um einiges günstiger. Denn das Ausstellen eines Wunschkennzeichens kostet in Deutschland einheitlich 10,20 EURO Aufpreis.

Sparfüchse lassen sich die entsprechenden Metallbleche dann jedoch nicht vor Ort fertigen, sondern wenden sich dafür an einen Schildermacher ihrer Wahl.

Verschiedene Onlineanbieter oder auch der eine oder andere Fachbetrieb in etwas Entfernung zum Amt sind hier in der Regel um einiges günstiger. Auch besondere Wünsche wie Sondergrößen kosten dort oft einen geringeren Aufpreis.

Dazu kann das Kennzeichen bei der Zulassungsstelle online gegen eine geringe Gebühr reserviert werden. Hier ist lediglich eine gewisse vorgegebene Zeitfrist bis zur Anmeldung zu berücksichtigen.

Ganz in Ruhe ist es dann jedoch möglich, vor dem eigentlichen Gang zum Amt günstige Blechschilder zu besorgen.

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Fahrten zu TÜV und Meldestelle

Die Online-Registrierung eines Kennzeichens im Vorfeld bietet noch weitere Vorteile. Früher war es üblich, für die Fahrt des neuen Autos zur Hauptuntersuchung vor der Anmeldung oder auch zur Zulassungsstelle ein Überführungskennzeichen zu besorgen.

Der Versicherungsschutzmuss für ein Fahrzeug im Straßenverkehr auch dann gewährleistet sein, wenn es noch nicht angemeldet ist.

Mit der Deckungskarte, beziehungsweise heute der sogenannten eVB‑Nummer (elektronische Versicherungsbestätigung) kann dieser notfalls nachgewiesen werden.

Wenn mit dem online reservierten Kennzeichen im Voraus bereits Schilder organisiert werden, können diese auch zunächst ohne Registrierungsstempel für kurze Fahrten genutzt werden.

Wenn das Kennzeichen in Kombination mit den zugehörigen Fahrzeugdatendann eindeutig einer Person zugeordnet werden kann, ist dieses Vorgehen laut Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) erlaubt.

Die alleinige Kennzeichenregistrierung genügt hier also nicht. Es müssen auch bereits die Informationen zum anzumeldenden Wagen beim Amt hinterlegt und registriert sein.

Wenn gleichzeitig auch schon beim entsprechenden Anbieter der Versicherungsschutz geregelt wurde, ist ein Überführungskennzeichen nicht mehr notwendig. Die ungestempelten Schilder genügen dann für die kurzen Fahrten zu TÜV und Meldestelle.

Sparen bei der Autoversicherung

Vor allem für Führerscheinneulinge kann die KFZ-Versicherung sehr teuer werden. Ohne die entsprechenden Rabatte durch eine günstige Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) sind die Prämien entsprechend hoch.

Folgende Möglichkeiten gibt es, hier dennoch günstiger wegzukommen:

Zweitwagenregelung:

Im Rahmen der Versicherung der Eltern kann ein weiteres Auto als Zweitwagen versichert werden. Statt als Einsteiger mit der SF-Klasse ½ (zwischen 55 und 75Prozent) kann dann direkt mit der Klasse 1 (zwischen 53 und 60 Prozent) gestartet werden.

Manche Versicherer bieten hier sogar die SF-Klasse 2 (zwischen 53 und 61 Prozent) oder 4 (zwischen 45 und 55 Prozent) an.

Wenn auch mit dem Zweitwagen unfallfrei gefahren wird, passt sich der Rabatt wie beim Erstfahrzeug nach und nach an.

Falls die Kinder später dann selbst einen Wagen anmelden und versichern möchten, ist es möglich die günstigere Klasse beim selben Versicherer zu übernehmen.

Übertragung des Schadenfreiheitsrabatts:

Dies ist jedoch nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei Ehepartnern oder anderen Verwandten möglich. Dies ist jedoch nur in dem Umfang möglich, der vom neuen Versicherungsnehmer selbst hätte erreicht werden können.

Wenn die Rabatte übertragen werden, können sie allerdings nicht mehr selbst in Anspruch genommen werden.

Vor allem wenn Rentner kein Fahrzeug mehr fahren wollen, kann dies eine Möglichkeit sein, in eine sehr niedrige Schadenfreiheitsklasse zu wechseln.

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Tipp zur KFZ-Steuer

Eine besondere Möglichkeit – allerdings nur für bestimmte Fahrzeugmodelle machbar – wäre die Einstufung als LKW statt als PKW.

Hier werden für die Einstufung der Steuerhöhe lediglich die Schadstoffnorm und der CO2-Ausstoß berücksichtigt. Beim PKW spielt hingegen auch der Hubraum eine Rolle, was je nach Fahrzeugtyp zu einer höheren Klassifizierung führen kann.

Handelt es sich bei dem Wagen um einen Transporter oder Kastenwagen, kann überprüft werden, ob die Kriterien zur Einstufung als LKW erfüllt werden:

  • Laderaum muss vom Fahrgastraum baulich getrennt sein.
  • Das Fahrzeug muss über ein hohes Ladevolumen und eine entsprechend große Laderaumlänge verfügen.

Da die Kriterien nicht in Zahlen festgelegt sind, jedoch sehr streng gehandhabt werden, ist es nicht so einfach eine günstigere Versteuerung als LKW durchzusetzen.

Einen Wagen dazu entsprechend baulich zu verändern ist ebenfalls mit Kosten verbunden und lohnt sich nur bei Wagen mit sehr großem Motor, da die Steuerersparnis hier sehr groß ist.

 

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