Auto Marder

Marderschäden am Auto

Viele Autobesitzer erleben eine große Überraschung, wenn ihr Fahrzeug von einem Marder befallen wurde. Jedes Jahr sind zahlreiche Kraftfahrzeuge betroffen.

Oftmals entsteht ein großer und kostspieliger Schaden am Fahrzeug. Jeder fragt sich, wie man solche Schäden vermeiden kann. Es stellt sich die Frage, ob die Versicherung zahlt.

Glücklicherweise gibt es Gegenmaßnahmen, die man zum wirksamen Schutz ergreifen kann.

Mögliche Schäden durch Marder

Einige Fahrzeugteile sind besonders anfällig für Marderverbiss.

Vor allem Zündkabel, Kühlwasser-, Scheibenwaschwasser- und Brems-Schläuche und andere Kunststoffschläuche lieben Marder und beißen kräftig zu.

Ebenfalls betroffen sein können Faltenbälge an Antriebswellen und auch an der Lenkung, sowie Stromleitungen und deren Isolierung und Isoliermatten für Geräusch und Wärmedämmung.

Leider sind die sensiblen Bauteile nicht darauf ausgelegt, diesem kräftigen Biss zu widerstehen. Oftmals müssen die Bauteile komplett ausgetauscht werden.

Die Tiere sind bei ihren Beiß-Attacken nicht zurückhaltend und stellen sich oft sehr geschickt dabei an. Fahrzeugbesitzer müssen sehr vorsichtig sein, denn es können Folgeschäden entstehen.

Vor allem, wenn man den Schaden nicht sofort bemerkt, kann dies passieren und der Schaden kann sich dadurch vervielfachen.

Folgeschäden durch Marderverbiss

Bei angebissenen Zündkabeln kann ein unrunder Motorlauf entstehen, was wiederum Auswirkungen auf den Kraftstoffkreislauf haben kann.

Der Motor könnte unter Umständen nicht mehr weiterlaufen oder in seiner Leistung beeinträchtigt sein.

Eine weitere Fahrt ohne entsprechende Diagnose sollte man in keinem Fall wagen. Es könnte passieren, dass der unverbrannte Kraftstoff den Katalysator schädigt.

Nicht nur die Zündkabel bereiten Schwierigkeiten, auch die angenagten Gummimannschetten können nicht unproblematisch sein.

Leider bemerkt man das im Fahrbetrieb nicht sofort. In einem schleichenden Prozess dringt aber Schmutz und Wasser ein und die Fettfüllung kann austreten.

Dadurch kann es Schäden an den Antriebs- und den Achsgelenken kommen und auch an den Lenkungsteilen. Dies gefährdet die Fahrzeuginsassen in erheblichem Maße.

Wird der Schaden nicht schnell entdeckt, dann können sich damit die Reparaturkosten deutlich erhöhen.

Betroffene Kühlmittelschläuche können einen Verlust an Kühlflüssigkeit verursachen und zu einer Motor-Überhitzung führen.

Falls ein Verbiss der Unterdruckschläuche vorliegt, so kann ein Leistungsverlust entstehen und der Motor wechselt daraufhin in ein Notlaufprogramm.

Mögliche Schutzmaßnahmen

Als nicht besonders geeignet haben sich Duftabwehrstoffe herausgestellt. Selbst Hundehaare, WC-Steine, Duftsäckchen, Abwehrspays oder Mottenkugel sind weitgehend wirkungslos oder werden vom Regen weggewaschen.

Auch gewöhnen sich die Marder oftmals sehr schnell an diese Gerüche und lassen sich nicht mehr dadurch stören.

Besser sind die folgenden Abwehrmaßnahmen geeignet.

Wirkungsvoller Kabelschutz

Im Zubehörhandel für Kraftfahrzeuge gibt es geschlitzte Wellrohre, die aus Hartkunststoff bestehen und zum Ummanteln von Zündkabeln genutzt werden können.

Wichtig ist, dass der Schutz weder in die beweglichen, noch in heiße Teile geraten kann. Auch dürfen an den Enden keine Scheuerstellen entstehen.

Es können mit diesen Maßnahmen aber nicht die häufig ebenfalls betroffenen Schläuche und Achs-Manschetten geschützt werden.

Schutz durch Ultraschall

Ein Ultraschallgerät kann in hohen Frequenzen Töne erzeugen, die der Mensch nicht hören kann und die damit auch keinen stören, außer den Mardern, die diese Geräusche sehr wohl wahrnehmen und die dadurch ferngehalten werden können.

Der Einbau und Anschluss eines solchen Gerätes ist unkompliziert und innerhalb kürzester Zeit möglich.

Nutzung von Elektroschocks

Wer gerne möchte, der kann auch zu drastischeren Maßnahmen greifen.

Es gibt Elektroschockgeräte, die als Marderschreck verwendet werden können. Dabei handelt es sich um Metallkontaktplatten, die an den Einstiegsstellen der Marder angebracht werden.

Mit Hochspannung (wie an Weidezäunen) können nun die Tiere abgehalten werden.

Berührt ein Marder das Fahrzeug an entsprechenden Stellen, so entsteht ein Stromschlag und das Tier wird wirkungsvoll in die Flucht geschlagen.

Damit es funktioniert, muss ein Marder mit einem Körperteil mit der Kontaktplatte in Berührung kommen und gleichzeitig an die Fahrzeugmasse (ein blankes Metallteil).

Bei modernen Fahrzeugen gibt es immer mehr Verkleidungen, die diese Teile verdecken. Deswegen sollte man Kontaktbürsten verwenden, die Plus- und Minuspol an den Metallbügeln tragen.

Es reicht damit aus, das der Marder Pfote, Körper oder Nase an einer dieser Kontaktbürsten mit den dicht benachbarten Hochspannungspolen hält, um den Stromschlag zu bekommen.

Eine Strombegrenzung verhindert die Gefahr für Mensch und Tier. Personen mit einem Herzschrittmacher oder empfindliche Personen sollten es jedoch vermeiden diese Kontaktplättchen zu berühren.

Ist die Motorhaube offen oder die Zündung eingeschaltet, dann sollten solche Geräte nicht im Betrieb sein.

Abschottung vom Motorraum

Durch Borstenvorhänge und Lochbleche können die Bereiche im Motorraum wirkungsvoll abgeschottet werden. Einige Fabrikate ermöglichen einen Schutz sämtlicher Bauteile, indem diese verkleidet werden.

Es können auch engmaschige Drahtgeflechte und schlauchartige Mannschetten verwendet werden, um Teile im Motorraum zu schützen.

Weitere Informationen

Marder sind häufig im Frühjahr unterwegs, wenn es Revierkämpfe gibt und damit entsprechend beißwütig.

Es gibt Standorte für Fahrzeuge, die sicherer sind oder aber eher in exponierter Position.

Entdeckt man Pfotenabdrücke oder Spuren von einem Marderbesuch im Motorraum, Nahrungsreste oder zerfetzte Gummiteile, dann muss man aufpassen.

Fälle von Marderverbissen

Jährlich kommte es zu etwa 16.000 Fällen, in denen Marder an Autos zubeißen. Nicht in jedem Fall wird ein Automobilclub zur Hilfe gerufen, denn es gibt auch unentdeckte Bisse.

Die Folgen können dann erst später auftreten und werden manchmal auch nicht unmittelbar auf Marder zurückgeführt.

Auto-Versicherung

Die Versicherung übernimmt nicht in jedem Fall die Kosten. Manche Versicherer ersetzen nur die unmittelbar beschädigten Teile, aber nicht eventuelle Folgeschäden.

Ist ein Selbstbehalt vereinbart, dann kann es geschehen, dass der Versicherer gar nicht zahlen braucht und man bleibt selbst auf seinem Schaden sitzen.

Über die Marder

Am Anfang der 1950er Jahre wurde der Steinmarder (martes foina) in Mitteleuropa nahezu ganz ausgerottet.

Diese Raubtiere sind nahezu so groß wie Katzen und sehr schlank. Wegen ihrer Felle wurden sie damals rücksichtslos gejagt.

Nach dieser Zeit hat der Bestand wieder zugenommen und die Marder breiten sich wieder aus. Die Tiere haben keine Furcht vor Großstädten.

Sie spielen gerne in Motorräumen und haben parkende Autos als natürlichen Lebensraum für sich entdeckt.

Die Marder paaren sich Ende Juni und die Revierstreitigkeiten sind im Mai – dann muss man besonders aufpassen, denn dann sind die Männchen der Marder am aktivsten.

Benzinpreise und Dieselpreise

Benzin und Diesel sind preislich stabil und werden mit großem Umsatz gekauft. Nachdem immer mehr Länder Erdöl fördern, kann sich der Preis auch in der Zukunft in gleicher Höhe halten.

Benzinpreise und Dieselpreise werden besteuert und damit müssen Verbraucher hierzulande mehr bezahlen als im Ausland.

Worauf man achten sollte

  • Für präventiven umfassenden Schutz sorgen
  • Eher mechanische oder elektrische Schutzmaßnahmen ergreifen
  • Vor jedem Fahrtantritt Auto überprüfen
  • Fahrzeug im Frühjahr in Sicherheit bringen und an weniger exponierten Stellen parken
  • Eine Versicherung wählen, die Schäden übernimmt
  • Fahrzeug regelmäßig warten lassen

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