Lohnt sich das eigene Auto?

Wann lohnt sich ein eigenes Auto?

Die wenigsten Autofahrer behalten den Überblick über die Kosten des fahrbaren Untersatzes. Und das obwohl er viele tagtäglich in die Arbeit und wieder zurück bringt.

Wer sich nun die Frage stellt, ob sich ein Auto überhaupt lohnt, braucht zuerst einen Überblick der anfallenden Kosten. Dabei sind und Dieselpreise nicht von geringer Bedeutung.

Kosten berechnen

Die Ausgaben für ein Auto sollten unbedingt in variable und Fixkosten unterteilt werden.

Variable Kosten

Zu ihnen zählen Benzinpreise oder Dieselpreise sowie die Menge an gebrauchtem Treibstoff und der Verschleiß des Fahrzeuges.

Beide Posten fallen je nach Gebrauch unterschiedlich hoch aus. Auch Mautgebühren ändern je nach gefahrenen Strecken die Kostensumme.

Fixkosten

Fix sind solche Ausgaben, die sich nicht durch den Gebrauch des Fahrzeuges verändern. Bei wenig genutzten Autos sind jene besonders unnötig. Dabei sind die Anschaffung, Versicherungen und Steuern gemeint.

Auch der Mitgliedsbeitrag bei einem Autoclub oder jährliche Überprüfungen für Plaketten sind fix.

Rechenaufgaben

Die Gesamtsumme der jährlichen Fixkosten und Benzinpreise sowie anderen variablen Kosten wird nun addiert. Danach wird diese durch die Anzahl der durchschnittlich gefahrenen Kilometer pro Jahr dividiert.

Heraus kommt eine sehr konkrete Summe, welche die Kosten des Autos pro Kilometer im Jahreslauf widerspiegelt.

Nun muss jeder für sich entscheiden, ob diese Summe für ihn zu hoch ist. Zur besseren Orientierung kann die Jahressumme noch einmal durch zwölf dividiert werden.

Auf diese Weise erhält man Information über die monatlichen Autokosten.

Alternative Fortbewegungsmöglichkeiten

Wer nun feststellt, dass er zu viel Geld für Mobilität ausgibt, kann nach Alternativen suchen.

Bei einem Wagen der mittleren Klasse ist durch die Dieselpreise grob mit einem Kilometerpreis von ungefähr 50 Cent zu rechnen. Dieser Preis muss durch andere Arten der Mobilität auf jeden Fall unterboten werden.

Fahrrad fahren

Bei einem Fahrrad können Sie mit einem Kilometerpreis von zehn Cent rechnen. Wenn Sie ein E-Bike benutzen, müssen Sie mit den doppelten Ausgaben rechnen.

Für kurze Strecken, können Sie getrost auch einmal zu Fuß gehen. Denn kostengünstiger geht es nicht.

Öffentliche Verkehrsmittel

Die Sache mit den Öffis hängt sehr stark von Ausgangspunkt und Zielort der Fahrt ab. Es wird vorausgesetzt, dass beide Orte in der näheren Umgebung einen Bahnhof, eine Bushaltestelle oder eine U-Bahn Station aufweisen.

So nützt Ihnen der Bahnhof vor Ihrer Haustür wenig, wenn Ihre Arbeitsstelle weit und breit von keiner Station umgeben ist.

Die Kosten für das Pendeln per Öffis lassen sich ganz einfach ausrechnen. Denn hier fallen wirklich nur die Ticketkosten an.

Beim Fahrrad oder E-Bike ist dies ja nicht der Fall. Denn bei diesen werden ebenfalls Verschleißkosten und Ausgaben für wetterfeste Kleidung mit einberechnet.

Lösungsfindung

Nun steht Ihnen ein einziges Mal ein etwas zeitintensiver Prozess bevor. Denn es ist notwendig, dass Sie sich hinsetzen und zusammentragen, wie es mit Ihrer Mobilität im Alltag aussieht.

Dabei sollten alle regelmäßigen Strecken erfasst werden. Dazu zählen weit mehr als der Arbeitsweg.

Fahrten zu wichtigen Geschäften, Lebensmittel, Kleidung, Einrichtung und Schreibwaren sollten dabei berücksichtigt werden.

Außerdem ist es wichtig, zusammenzutragen, wo sich sämtliche Ärzte befinden. Zusätzlich brauchen Sie Zugang zu einer Apotheke.

Kindergärten, Schulen und gegebenenfalls Vereine und Lokale oder Restaurants sollen erreichbar bleiben.

Jede regelmäßige Fahrt sollte nun ermöglicht werden. Dabei wird Ihnen das Auto wahrscheinlich nicht durch ein einziges Transportmittel ersetzt werden.

Strecken bis 10 km sind in der Regel mit dem Fahrrad zumutbar. Wem das zu lange ist, der kann sich Gedanken über ein E-Bike oder einen Motorroller machen.

Ziele innerhalb eines Kilometers Reichweite können leicht zu Fuß überwunden werden. Darüber hinaus kann man sich Gedanken über die öffentliche Anbindung der Zielorte machen.

Wenn diese grundlegenden Entscheidungen getroffen sind, können die veranschlagten Kosten für einen Lebensstil ohne Auto berechnet werden.

Diese Vergleichssumme ermöglicht Ihnen auf einfache Art und Weise die Entscheidung, ob Ihr Auto sich lohnt.

In vielen Haushalten stellt sich gar nicht erst die Frage, ob sich das Auto rentiert. Vielmehr ist oft fraglich, ob das Zweit- oder Drittauto wirklich notwendig ist.

In diesen Fällen kann man als Ersatz für das zweite Fahrzeug über ein Mietauto oder Car-Sharing Projekte nachdenken. Auch Fahrgemeinschaften bieten sich an.

Die Kosten von Car-Sharing- oder Mietautos fließen in die Berechnung der alternativen Möglichkeiten mit ein.

Dabei sei aber vorweg gesagt, dass sich diese Optionen normalerweise nur lohnen, wenn mit dem zu ersetzendem Auto selten gefahren wird.

Fazit

Ein eigenes Auto lohnt sich dann, wenn die Kosten anderer Fortbewegungsmittel höher sind als der reine Autokonsum. Zur Herangehensweise, sehen Sie folgende Auflistung:

  • Autokosten berechnen
  • regelmäßige Wege zusammentragen
  • Alternativen suchen
  • alternative Kosten berechnen
  • Vergleich
  • Entscheidung

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