Ungeahnte Spritkosten: Deutlicher Mehrverbrauch durch Fahrradträger

Der Fahrrad-Urlaub steht kurz bevor. Die Fahrräder werden auf den Fahrradträger auf das Autodach geschnallt. Nach dem Urlaub bleibt der Fahrradträger für spontane Ausflüge auf dem Autodach.

Doch das kann ein tiefes Loch in den Geldbeutel reißen. Selbst ohne Fahrräder auf dem Dach. Durch Fahrradträger steigt der Verbrauch enorm. Auch wenn keine Fahrräder transportiert werden.

Arten von Fahrradträgern

Oft ist im eigenen Auto wenig Platz. Die Mitnahme von Fahrrädern ist somit oft nicht möglich. Es muss also auf Fahrradträger zurückgegriffen werden. Diese gibt es in verschiedenen Varianten.

Entweder zur Montage auf dem Dach oder zur Montage an der Anhängerkupplung. Preislich liegen beide Varianten auf dem selben Niveau. Fahrradträger erhält man zwischen 50 bis 300 Euro.

Fahrradträger zur Dachmontage werden an der Gepäckreling des Autodaches befestigt. Je nach Ausführung können ein bis vier Fahrräder transportiert werden.

Eine Überlastung ist unbedigt zu vermeiden. Deswegen sollte auf die maximale Belastung des Fahrradträgers und der Gepäckreling geachtet werden.

Die zweite Variante von Fahrradträgern wird an der Anhängerkupplung montiert. Hier können ein bis drei Fahrräder darauf befestigt werden. Hierbei ist wieder das Gewicht zu beachten.

Traglast des Fahrradträgers und der Anhängerkupplung dürfen nicht überschritten werden. Der Träger verdeckt das Kennzeichen.

Deswegen wird bei Fahrradträgern zur Montage an der Anhängerkupplung zusätzlich ein Kennzeichen benötigt.

Spritfresser Fahrradträger

Der Spritverbrauch steigt durch den Transport von Fahrrädern stark an. Bei der Verwendung von einem auf dem Dach montierten Fahrradträger am stärksten.

Hierbei steigt der Verbrauch laut ADAC um 41 Prozent gegenüber dem Normalverbrauch. Das hängt vor allem mit dem Gewicht und dem erhöhten Windwiderstand zusammen.

Selbst ohne Fahrrad verbraucht das reine Vorhandensein mehr Kraftstoff. Ohne Fahrrad auf dem Träger steigt der Verbrauch um ganze 5 Prozent.

Ein Transport von Fahrrädern auf dem Dach erhöht die Spritkosten. Für eine Strecke von 50 Kilometern fallen laut ADAC rund vier Euro mehr an.

Sie fahren auf der Autobahn mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 130Km/h. Ohne Fahrradträger liegt der Verbrauch bei 5,8 Litern auf 100 Kilometern.

Nun transportieren Sie zwei Fahrräder auf dem Dach. Dadurch steigt der Verbrauch um 2,4 Liter pro 100 Kilometer an.

Durch erhöhtes Gewicht und Windwiderstand verbrauchen Sie nun 8,2l/100km.

Im Gegensatz dazu steht der Fahrradträger für die Montage an der Anhängerkupplung.

Beim Transport von zwei Rädern, steigt der Verbrauch weniger an. Unter den selben Bedingungen steigt der Kraftstoffverbrauch laut ADAC Messung nur um 1,1 Liter auf 100 Kilometer.

Der Durchschnittsverbrauch liegt somit mit 6,9l/100km deutlich unter dem vom Dachträger.

Diese Angaben stammen vom ADAC. Getestet wurde mit einem Opel Zafira Diesel. Der Mehrverbrauch von Benzin Fahrzeugen ist noch höher.

Wenn der Fahrradträger also nicht benötigt wird, sollte er demontiert werden. Das schont den Geldbeutel und die Umwelt.

Denn allein der Träger treibt den Kraftstoffverbrauch um fünf Prozent in die Höhe.

Auch Fahrradträger für die Anhängerkupplung sollte man bei Nichtgebrauch demontieren. Denn neben dem zusätzlichen Gewicht kommt noch die Verlängerung des Fahrzeuges hinzu.

Das kann beim Einparken schnell in Vergessenheit geraten. Somit kann es zu teuren Parkunfällen kommen.

Durch den Transport von Fahrrädern auf dem Dach sinkt auch die Fahrstabilität. Der Schwerpunkt wird durch die Fahrräder nach oben verlagert. Besonders in Kurven kann dies gefährlich werden.

Durch die Fliehkraft werden Träger und Fahrräder zusätzlich belastet. Fahren Sie also mit einem Fahhradträger auf dem Dach besonders vorsichtig.

Alternativen zu Fahrradträgern

Durch die Mitnahme von Fahrrädern auf Fahrradträgern, können sich die Spritkosten leicht verdoppeln.

Das reißt besonders bei weiter entfernten Urlaubszielen ein tiefes Loch in den Geldbeutel.

Doch es gibt verschiedene Alternativen.

Zum Beispiel gibt es in fast jedem Urlaubsort Fahrrad Vermietungen. Diese führen alle Arten und Größen von Fahrrädern. Das Ausleihen von Fahrrädern ist kostenpflichtig.

Doch durch die entfallenden Spritkosten ist es sogar möglich zu sparen. Oft gibt es vergünstigte Wochenend- oder Familientarife. Informieren Sie sich am besten vorher im Internet.

Suchen Sie sich einen Fahrradverleih aus und reservieren Sie vorab. So stellen Sie nicht nur sicher, dass Sie ein Fahrrad erhalten.

Oft bekommen Frühbucher und Vorabreservierer Rabatt auf den Mietpreis.

Somit sparen Sie sich Spritgeld durch den entfallenden Transport ihrer Fahrräder. Außerdem können Sie stressfrei in den Urlaub fahren.

Eine weitere Möglichkeit um Sprit zu sparen ist der Kauf von Klapprädern.

Diese finden oft noch Platz im Auto. Dadurch sparen Sie sich den Kauf eines Fahrradträgers und Benzinkosten. Klappräder gibt es im Internet bereits ab 140 Euro.

Einige Fahrradläden verleihen zudem Klappräder. Somit muss nicht extra für den Urlaub ein Klapprad gekauft werden.

Informieren Sie sich hierüber am besten vorher wieder im Internet um das günstigste Angebot zu finden.

Fazit

Beim Transport von Fahrrädern ist einiges zu beachten.

Um kein zu großes Loch in die Urlaubskasse zu reißen sollten Sie:

  • am besten einen Fahrradträger für die Anhängerkupplung verwenden
  • Träger bei Nichtbenutzung demontieren
  • beim Parken an den Fahrradträger denken
  • Klappfahrräder im Auto transportieren
  • Fahrräder im Urlaubsort mieten

Damit Ihre Fahrräder unbeschadet ankommen, sollten Sie:

  • auf das Maximalgewicht vom Fahrzeug und vom Träger achten
  • Fahrräder immer ordentlich befestigen
  • Gurte und Befestigungen bei Pausen kontrollieren
  • Vorsichtig fahren, besonders in Kurven

Mit dem Wissen und der richtigen Vorbereitung steht einem entspannten Fahrradurlaub nichts mehr im Weg!

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