{"id":1176,"date":"2018-02-05T09:21:20","date_gmt":"2018-02-05T08:21:20","guid":{"rendered":"https:\/\/benzinampel.de\/blog\/?p=1176"},"modified":"2019-07-02T12:02:39","modified_gmt":"2019-07-02T10:02:39","slug":"anleitung-radwechsel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/benzinampel.de\/blog\/anleitung-radwechsel\/","title":{"rendered":"Schritt f\u00fcr Schritt-Anleitung: So funktioniert der Radwechsel"},"content":{"rendered":"<p>Keiner w\u00fcnscht sich eine Reifenpanne. Dann ist ein Reifenwechsel angesagt.<\/p>\n<p>Es ist leichter als gedacht:<!--more--><\/p>\n<p>Zuerst wird das Fahrzeug gesichert.<\/p>\n<h2>Fahrzeug sichern<\/h2>\n<p>Das hei\u00dft, Warnblinker an. Warnweste anziehen. Dann erst das Warndreieck aufstellen. Es muss 150 Meter hinter dem Fahrzeug stehen. Auf der Landstra\u00dfe entspricht diese Entfernung ca. 3 Leitpfosten.<\/p>\n<p>Das Auto gegen ein Wegrollen sichern. Also Gang einlegen und Handbremse bet\u00e4tigen.<\/p>\n<p>Als n\u00e4chstes wird das Reserverad aus den Kofferraum geholt und beim kaputten Rad abgelegt. Vorher sollten Handschuhe angezogen werden.<\/p>\n<p>Danach folgen der Wagenheber und der Radschl\u00fcssel. Bei Bedarf auch gleich den Schl\u00fcssel f\u00fcr das Radschloss, soweit vorhanden, holen. Bei weichem Untergrund wird ein stabiles Brett als Unterlage f\u00fcr den Wagenheber gebraucht.<\/p>\n<p>Die Aufnahmepunkte f\u00fcr den Wagenheber stehen in der Betriebsanleitung.<\/p>\n<p>Die Radkappe abziehen und in Griffweite neben das Auto legen.<\/p>\n<p>Zuerst werden die Radmuttern gel\u00f6st. Dies geschieht vor dem Anheben das Autos.<\/p>\n<p>Sitzen die Muttern zu fest, mit dem K\u00f6rpergewicht etwas nachhelfen. Eleganter ist ein St\u00fcck Rohr als Verl\u00e4ngerung.<\/p>\n<h2>Das Fahrzeug anheben<\/h2>\n<p>Als n\u00e4chstes den Wagenheber ansetzen und das Fahrzeug anheben.<\/p>\n<p>Zwischen Rad und Boden sollte ungef\u00e4hr eine Hand breit Platz sein.<\/p>\n<p>Nun die Radmuttern alle heraus drehen. Die Radkappe neben dem Auto dient jetzt als Ablage f\u00fcr die Radschrauben.<\/p>\n<p>Das kaputte Rad abziehen. Sollte es etwas klemmen, hilft meist leichtes ruckeln. In hartn\u00e4ckigen F\u00e4llen hat ein Tritt das Rad gel\u00f6st.<\/p>\n<p>Das defekte Rad wird an die Seite gelegt. Nicht hinstellen, es k\u00f6nnte wegrollen. Auf der Seite der Fahrbahn, wird das Rad unter den Wagen gelegt.<\/p>\n<p>Das Ersatzrad grob nach den Schrauben oder Gewindel\u00f6chern ausrichten.<\/p>\n<p>Das Rad auf die Nabe heben. Meist kippt es unten etwas ab. Mit einem Fu\u00df kann das Rad fixiert werden.<\/p>\n<p>Jetzt die Radmuttern wieder mit der Hand eindrehen.<\/p>\n<p>Kippt das Reserverad, werden die unteren Muttern zuerst eingeschraubt.<\/p>\n<p>Unter leichtem ruckeln werden die Muttern nur mit der Hand festgezogen.<\/p>\n<p>Das Fahrzeug kann jetzt wieder herunter gelassen werden. Das defekte Rad vorher nat\u00fcrlich unter dem Auto hervorholen. Am besten liegt es am Heck des Autos.<\/p>\n<p>In kleinen Schritten die Muttern wieder festziehen. Hierbei immer \u00fcber Kreuz arbeiten. So kann sich die Felge nicht verziehen.<\/p>\n<p>Sind alle Schrauben fest, wird das kaputte Rad eingepackt. Auch das Werkzeug wird wieder verstaut. Wer es wieder an seinen Platz legt, findet es bei der n\u00e4chsten Panne sofort wieder.<\/p>\n<p>Jetzt kann auch das Warndreieck wieder eingesammelt werden. Bitte nicht vergessen.<\/p>\n<h2>Die Werkstatt aufsuchen<\/h2>\n<p>Langsam zur n\u00e4chsten Tankstelle oder Werkstatt fahren. An der Tankstelle den Reifendruck kontrollieren und ausgleichen.<\/p>\n<p>Als n\u00e4chstes steht der Besuch beim Reifenh\u00e4ndler oder einer Werkstatt an.<\/p>\n<p>Hier bitte das Drehmoment der Radmuttern pr\u00fcfen lassen.<\/p>\n<p>Nach weiteren 50 bis 100 km muss der Sitz der Radmuttern nochmals \u00fcberpr\u00fcft werden. Das kann jeder selbst machen. Die Radmuttern sollten sich nicht gel\u00f6st haben.<\/p>\n<h2>Wichtige Hinweise<\/h2>\n<p>Radmutter und Schrauben nie \u00f6len. Das verf\u00e4lscht den Anzugdrehmoment.<\/p>\n<p>Der Gesetzgeber erlaubt es nicht, dass verschieden R\u00e4der auf einer Achse sind. Das Reserverad muss also vom gleichen Hersteller und Typ sein. Andernfalls erlischt die Betriebserlaubnis f\u00fcr das Auto.<\/p>\n<p>Die einzige Ausnahme ist ein Notrad. Aber auch hier m\u00fcssen die Angaben des Herstellers genau beachtet werden. Meist sind nur 80 km\/h damit erlaubt. Auch f\u00fcr l\u00e4ngere Fahrten sind diese Notr\u00e4der nicht ausgelegt.<\/p>\n<p>Ist kein passendes oder erlaubtes Reserverad vorhanden, sollte der Abschleppdienst gerufen werden. Nat\u00fcrlich kann das defekte Rad zu einem Reifenh\u00e4ndler getragen und ausgetauscht werden. Nur dann beginnt der Reifenwechsel von neuem.<\/p>\n<p>Radschl\u00f6sser sch\u00fctzen vor Diebstahl. Der Schl\u00fcssel dazu sollte aber immer im Auto aufbewahrt werden. Sonst kann kein Reifen gewechselt werden.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem d\u00fcrfen niemals die Radschrauben von Stahlfelgen mit denen von Alufelgen vertauscht werden. Sie passen nicht und besch\u00e4digen die Felgen. Meist sind die Schrauben f\u00fcr Alur\u00e4der l\u00e4nger. Werden sie f\u00fcr Stahlr\u00e4der benutzt, k\u00f6nnen gravierende Sch\u00e4den an den Bremsen entstehen.<\/p>\n<p>Die Betriebsanleitung geh\u00f6rt auch immer in das Auto und nicht in ein Regal in der Wohnung.<\/p>\n<p>Auch das Reserverad immer mit bei der Luftdruckpr\u00fcfung einbeziehen. Nur so kann es auch eingesetzt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Keiner w\u00fcnscht sich eine Reifenpanne. Dann ist ein Reifenwechsel angesagt. 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