Wer sein Fahrzeug längere Zeit nicht nutzt, zahlt oft unnötig weiter für Versicherung und
Steuern. Dabei gibt es eine einfache Lösung, um bares Geld zu sparen: die vorübergehende
Stilllegung des Autos. Was früher kompliziert war, funktioniert heute schnell und
unkompliziert.
Warum sich eine Abmeldung lohnt
Viele Autobesitzer kennen die Situation: Das Fahrzeug steht wochenlang in der Garage, weil
ein längerer Urlaub ansteht, eine Auslandsreise geplant ist oder das Auto schlicht nicht
gebraucht wird. Trotzdem laufen Kfz-Steuer und Versicherungsbeiträge unbeirrt weiter. Bei
einem durchschnittlichen Mittelklassewagen summiert sich das schnell auf mehrere hundert
Euro pro Jahr.
Die Abmeldung deines KFZ in Bremen oder jeder anderen deutschen Stadt beendet diese
laufenden Kosten sofort. Sobald das Kennzeichen entstempelt ist, entfallen sämtliche
Zahlungsverpflichtungen gegenüber Finanzamt und Versicherung. Besonders für
Saisonfahrzeuge, Oldtimer oder Zweitwagen kann sich dieser Schritt enorm lohnen.
Der Ablauf: Schritt für Schritt erklärt
Der Gang zur Zulassungsstelle ist weniger aufwendig, als viele denken. Zunächst sollten alle
notwendigen Unterlagen zusammengestellt werden: der Fahrzeugschein, der Fahrzeugbrief,
ein gültiger Personalausweis und die Nummernschilder des Fahrzeugs. Bei der Behörde
werden die Kennzeichen entstempelt und das Auto offiziell aus dem Verkehr gezogen. Der
gesamte Vorgang dauert in der Regel nicht länger als eine halbe Stunde.
Alternativ bieten mittlerweile viele Städte und Landkreise auch die Online-Abmeldung an.
Dafür wird ein neuer Personalausweis mit freigeschalteter Online-Funktion benötigt sowie
die Sicherheitscodes auf den Kennzeichen und der Zulassungsbescheinigung. Wer diese
Codes freilegt und eingibt, kann das Fahrzeug bequem vom heimischen Sofa aus stilllegen.
Was nach der Abmeldung zu beachten ist
Ein abgemeldetes Fahrzeug darf nicht mehr auf öffentlichen Straßen oder Parkplätzen
abgestellt werden. Es muss auf privatem Grund stehen, etwa in einer Garage, auf einem
eigenen Stellplatz oder einem gemieteten Abstellplatz. Wer gegen diese Regel verstößt,
riskiert ein Bußgeld und im schlimmsten Fall das Abschleppen des Fahrzeugs.
Außerdem sollte das Auto während der Standzeit richtig gepflegt werden. Experten
empfehlen, den Tank möglichst voll zu lassen, um Rostbildung zu vermeiden. Die Batterie
sollte entweder abgeklemmt oder regelmäßig geladen werden. Auch das gelegentliche
Bewegen des Fahrzeugs auf dem Privatgrundstück verhindert, dass Reifen und Bremsen
Schaden nehmen.
Die Wiederzulassung: Schneller als gedacht
Wird das Fahrzeug wieder benötigt, ist die erneute Anmeldung unkompliziert. Mit den
bekannten Unterlagen geht es zurück zur Zulassungsstelle. Dort werden neue Plaketten auf
die Kennzeichen geklebt, und das Auto ist wieder startklar.
In vielen Fällen kann sogar das alte Kennzeichen behalten werden, sofern es reserviert
wurde. Die Kosten für An- und Abmeldung liegen jeweils bei etwa zwanzig bis dreißig Euro,
ein Betrag, der sich angesichts der eingesparten Versicherungs- und Steuerkosten schnell
amortisiert.
Fazit: Clever sparen ohne Verzicht
Die vorübergehende Abmeldung eines Fahrzeugs ist eine der einfachsten Möglichkeiten, um
unnötige Ausgaben zu reduzieren. Wer sein Auto ohnehin nicht nutzt, sollte nicht zögern und
den kurzen Behördengang auf sich nehmen. Die Ersparnis kann je nach Fahrzeug mehrere
hundert Euro im Jahr betragen.
Gleichzeitig bleibt das Auto sicher auf dem eigenen Grundstück stehen und kann jederzeit
wieder zugelassen werden. In Zeiten steigender Lebenshaltungskosten ist das ein kluger
Weg, das Haushaltsbudget zu entlasten, ohne auf Mobilität verzichten zu müssen.