Sparen beim TÜV: Die Kosten der Hauptuntersuchung lassen sich senken
Kurz gesagt
- Gehen Sie rechtzeitig zur Hauptuntersuchung: Wer mehr als zwei Monate überzieht, zahlt 20 % mehr Prüfgebühr und ein Verwarnungsgeld, ab acht Monaten 60 € und einen Punkt.
- Prüfen Sie vorher Licht, Kennzeichen, Scheiben und Reifenprofil (mindestens 1,6 mm), denn eine Nachprüfung kostet rund 30 € extra.
- Vergleichen Sie die Prüfstellen: HU mit AU kostet 2026 laut ADAC im Schnitt rund 163 €, ein Vergleich bringt bis zu 40 €. Mehr dazu im Ratgeber TÜV-Plakette 2027.
Beim TÜV sparen Sie mit drei Schritten: pünktlich zur Hauptuntersuchung gehen, das Auto vorher auf typische Mängel prüfen und die Preise der Prüfstellen vergleichen.
HU und Abgasuntersuchung kosten 2026 laut ADAC im Bundesdurchschnitt rund 163 €, ein Vergleich bringt bis zu 40 €. Wer mehr als zwei Monate überzieht, zahlt 20 Prozent mehr Prüfgebühr und ein Verwarnungsgeld.
Die Hauptuntersuchung ist ein fester Posten bei den Autokosten, und Auto- und Motorradfahrer können dabei mit einigen Kniffen Geld sparen.
So können Sie sparen
Der erste Trick ist so einfach wie wirksam: Kommen Sie rechtzeitig zur Untersuchung.
Wer den Termin um mehr als zwei Monate überzieht, zahlt eine um 20 Prozent höhere Prüfgebühr. Bei rund 163 € für HU und AU sind das gut 30 € (ADAC, Stand 30.07.2026).
Dazu kommt das Verwarnungs- oder Bußgeld: mehr als zwei Monate überzogen 15 €, mehr als vier Monate 25 €, mehr als acht Monate 60 € und ein Punkt in Flensburg (BKat Nr. 186.2, Stand 12.08.2026). Was gilt, wenn die Plakette schon abgelaufen ist, steht im Ratgeber TÜV abgelaufen.
Der zweite Trick ist genauso einfach: Sorgen Sie dafür, dass die Prüfer keinen Grund zur Beanstandung haben. Jede Nachprüfung kostet laut ADAC in der Regel rund 30 € extra.
Das Auto befindet sich in einem guten Zustand
Im Einzelnen heißt das: Beide Kennzeichen müssen sauber und gut lesbar sein.
Ebenso wichtig ist, dass die Scheiben keine Risse haben, die die Sicht beeinträchtigen. Lassen Sie solche Schäden notfalls vor der Prüfung beheben, um eine Nachuntersuchung zu vermeiden.
Auch die Ausstattung sollte vollständig sein: Verbandkasten, Warndreieck und Warnweste müssen in jedem Pkw mitgeführt werden (§ 35h und § 53a StVZO).
Die Profiltiefe der Reifen muss mindestens 1,6 Millimeter betragen (§ 36 StVZO).
Auch das Innere des Autos wird geprüft
Bei der Hauptuntersuchung wird auch die Technik geprüft, deshalb lohnt ein Blick vorher.
Das betrifft vor allem die Bremsen, die intakt und mit genügend Bremsflüssigkeit versorgt sein müssen.
Ebenso funktionsfähig muss die Lenkung sein, weil davon die Fahrtüchtigkeit des Autos abhängt.
Aus demselben Grund werden Achsen, Räder und Aufhängung gründlich geprüft. Sie müssen in einwandfreiem Zustand sein.
Was sollten Sie vor der TÜV-Prüfung noch checken?
Den Tacho, die Sicherheitssysteme (Hupe, ABS, Airbags usw.) und alle Spiegel.
Spiegel und Scheiben sollten sauber und unbeschädigt sein. Auch die Kupplung und das Licht müssen funktionieren.
Einen Lichtcheck bietet jedes Jahr im Oktober der Licht-Test des Kfz-Gewerbes, mehr dazu im Ratgeber Beschlagene Scheinwerfer.
Funktioniert all das, stehen die Chancen gut, dass Sie die Prüfung im ersten Anlauf bestehen.
Wahl der Prüfstelle
Der dritte Trick betrifft das Recht, die prüfende Organisation selbst zu wählen. Denn anders als viele glauben, ist der Preis der Hauptuntersuchung nicht überall gleich.
Laut ADAC (Stand 30.07.2026) kosten HU und AU für einen Pkw bis 3,5 t im Bundesdurchschnitt rund 163 €. 2020 waren es noch 112 €. Eine Motorrad-HU kostet rund 90 €, bei Anhängern bis 750 kg ungebremst sind es rund 40 €, bis 3,5 t gebremst rund 60 €. Wer die Preise vor Ort vergleicht, kann laut ADAC bis zu 40 € sparen.
Wer darf die Hauptuntersuchung durchführen? Neben dem TÜV sind das unter anderem DEKRA, GTÜ und KÜS sowie weitere amtlich anerkannte Prüforganisationen.
Auch in vielen Werkstätten nimmt ein Prüfingenieur einer dieser Organisationen die HU ab.
Vergleichen Sie deshalb die Angebote in Ihrer Region, bevor Sie sich entscheiden. Wann Ihre nächste HU fällig ist und wie Sie die Plakette lesen, steht im Ratgeber TÜV-Plakette 2027.
Was Sie zum TÜV mitbringen müssen
Vergessen Sie die nötigen Papiere nicht. Mitbringen sollten Sie die Zulassungsbescheinigung Teil I, die früher Fahrzeugschein hieß.
Haben Sie Anbauteile mit Teilegutachten, Anbaubestätigung oder Allgemeiner Betriebserlaubnis, nehmen Sie diese Unterlagen ebenfalls mit.
Nach der bestandenen Prüfung achten Sie darauf, dass am hinteren Kennzeichen die neue Plakette angebracht wird.
Sie zeigt, bis wann die nächste Untersuchung fällig ist, und ist der sichtbare Nachweis, dass die Prüfung bestanden wurde.
Das Wichtigste im Überblick
- Kommen Sie rechtzeitig zur Hauptuntersuchung, sonst drohen 20 Prozent Aufschlag und ein Verwarnungsgeld.
- Geben Sie den Prüfern keinen Grund zur Beanstandung, um die rund 30 € für eine Nachprüfung zu sparen.
- Vergleichen Sie die Preise der Prüfstellen in Ihrer Region.
- Bringen Sie die Zulassungsbescheinigung Teil I und Gutachten für Anbauteile mit.
Quellen
Aktuelle Daten von Benzinampel