Sprit sparen mit Leichtlauf-Motorölen

März

10

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Um Sprit zu sparen kann es sinnvoll sein Leichtlauföl zu verwenden. Im Folgenden wird dies näher betrachtet.

Was ist Leichtlauf-Öl?

Leichtlauf-Öl ist ein sehr dünnflüssiges Öl. Es hat die Klassifikation (Viskosität) 0W oder 5W.

Es bewirkt einen geringeren Reibungswiderstand aller Motorenteile.

Somit sind Verschleiß und die Reibungsverluste des Motors geringer. Durch die geringere Reibung geht weniger Energie verloren.

Um das sehr dünnflüssige Öl trotzdem schmierfähig zu bewahren, werden Additive hinzugefügt.

Das sind Zusatzstoffe, die die Schmierfähigkeit des Öls verbessern.

Durch den synthetischen Herstellungsprozess wird eine optimale Leistung des Öls erzielt. Leichtlauf-Öle sind also Synthetische Öle.

Welche Anforderungen muss ein Öl erfüllen?

Das Motoröl hat viele verschiedene Aufgaben.

Zu aller erst soll es die Motorschmierung gewährleisten. Ein gut geölter Motor verschleißt weniger.

Zudem wird die Reibung minimiert. Weniger Reibung innerhalb des Motors, bedeutet weniger Energieverluste.

Außerdem muss das Motoröl den Motor abdichten. Es dient auch zur Kraftübertragung in einigen Motor Bauteilen.

Zudem bietet es Metallflächen Schutz vor Korrosion und Ablagerungen.

Das Motoröl muss außerdem die vom Motor erzeugte Wärme gut abführen.

Zuletzt muss ein gutes Motoröl bei allen Temperaturen schmierfähig sein.

Selbst an kalten Tagen muss das Öl die Anforderungen gewährleisten können.

Vorteile von Leichtlauf-Ölen

Durch die Dünnflüssigkeit und die hinzugefügten Additive, besitzt das Leichtlauf-Öl sehr gute Schmierfähigkeiten.

Dadurch vermindert es den Verschleiß des Motors. Der Motor muss dadurch auch weniger Energie im Betrieb aufwenden.

Auch bei kalten Temperaturen hat das Öl eine gute Fließfähigkeit.

Ein besserer Kaltstart und bessere Schmierung des kalten Motors resultieren daraus.

Nachteile von Leichtlauf-Ölen

Leichtlauf-Öle sind in der Regel teurer als „normale“ Motorenöle.

Zudem muss darauf geachtet werden, ob das eigene Fahrzeug für Leichtlauf-Öle freigegeben ist. Denn nicht alle Motoren vertragen dieses Öl.

Ist ein Leichtlauf-Öl vom Hersteller freigegeben, kann dieses auch bedenkenlos verwendet werden.

Motoren die dickeres Öl benötigen, können bei Verwendung von Leichtlauf-Ölen Schaden nehmen. Einer Anwendung ist hierbei abzuraten.

Auch bei älteren Fahrzeugen ist Leichtlauf-Öl nicht immer zu empfehlen.

Ist der Motor an einigen Stellen schon etwas undicht, verschlechtert dünnes Öl dies noch zusätzlich.

Hier sollte wieder auf dickeres Öl zurückgegriffen werden.

Sprit sparen durch Leichtlauf-Öl

Mit Leichtlauf-Ölen lässt sich definitiv Sprit sparen. Dabei kommt die Einsparung jedoch auf das Fahrprofil an.

Bei Kurzstreckenfahrten können 4 bis 6 Prozent Sprit gespart werden. Bei Stadt- und Überlandfahrten 2 bis 4 Prozent.

Auf der Autobahn fällt der Spareffekt etwas geringer aus. Hier spart man durch die Verwendung von Leichtlauf-Öl etwa 2 Prozent.

Wie man sieht, kann besonders bei Kurzstreckenfahrten Sprit sparen.

Das liegt unter anderem an der guten Schmierfähigkeit bei kaltem Motor.

Auch wenn das Öl knapp doppelt so teuer ist wie normales Motoröl, lohnt es sich auf Leichtlauf-Öl umzusteigen.

Um dies zu verdeutlichen, hat der ADAC ein Beispiel erstellt:

Der Automobilclub geht von einer Füllmenge von 4l Motoröl aus. Dabei kostet Standard-Öl 7,50 Euro je Liter.

Leichtlauf-Öl kostet pro Liter 15€. Die jährliche Fahrleistung beträgt 15.000 Kilometer.

Der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch des Fahrzeugs liegt bei 10 Litern auf 100 Kilometern.

Bei einem Benzinpreis von 1,40€/Liter kommt beim Verbrauch von 1500 Litern Kraftstoff im Jahr eine Summe von 2100 Euro zustande.

Werden nun die 5 Prozent Einsparung durch das Leichtlauf-Öl abgezogen, ensteht Kostenreduzierung von 105 Euro.

Durch die Verwendung von Leichtlauf-Öl enstehen 30€ Mehrkosten. Es werden also 75 Euro Spritkosten im Jahr gespart.

Zusätzlich verlängert sich die Lebensdauer des Motors.

Denn durch die geringere Reibung haben alle Teile des Motors auch einen geringeren Verschleiß.

Das Beispiel zeigt deutlich, dass Spritsparen durch Leichtlauf-Öl möglich ist.

Sogar ab einer Fahrleistung von etwa 1000 Kilometern im Jahr lohnt sich die Verwendung des teureren Öls.

Auch die Umwelt profitiert davon. Denn wird weniger Kraftstoff verbraucht, wird auch weniger schädliches Co2 ausgestoßen.

Die Verringerung der Abgase ist Umweltschonend.

Doch es kommt auch auf die vom Hersteller vorgegebenen Ölwechsel Intervalle an.

Muss ein Fahrzeug häufiger als gebräuchlich zum Ölwechsel, kann das teurere Leichtlauf-Öl schnell teuer werden.

Auch wenn zwischendurch Öl aufgefüllt werden muss ist dies teurer als bei normalen Motorölen.

Mehr als 1 Liter Öl muss bei intakten Fahrzeugen jedoch in der Regel nicht nachgefüllt werden.

Kennzeichnung von Leichtlauf-Ölen

Um ein Leichtlauf-Öl zu erkennen, reicht ein kurzer Blick auf das Etikett.

Darauf befindet sich die Klassifikation des Öles, auch Viskosität genannt. Diese ist bei Leichtlaufölen 0W oder 5W.

Ein Blick in die Bedienungsanleitung des Fahrzeuges ist empfehlenswert.

Dies gibt Aufschluss darüber, welches Öl für den Motor verwendet werden sollte.

Ist im Handbuch des Fahrzeugs darüber keine Angabe gemacht, kann gezielt beim Hersteller nachgefragt werden.

Aber auch Fachwerkstätten können Auskunft darüber geben.

Leichtlauf-Öle können an Tankstellen, in Werkstätten, im Baumarkt oder im Internet gekauft werden.

Zusammenfassung

  • Verwendung von Leichtlauf-Öl spart Sprit
  • 4 – 6 Prozent im Kurzstreckenbetrieb
  • 2 – 4 Prozent bei Stadt- und Überlandfahrten
  • 2 Prozent bei Autobahnfahrten
  • Vermindert Motorverschleiß
  • besseres Kaltstartverhalten
  • auch bei sehr kalten Temperaturen Schmierfähig
  • höhere Lebensdauer des Motors
  • bessere Leistungsfähigkeit des Motors
  • CO2 Ausstoß wird verringert.

Auch wenn Leichtlauf-Öl teurer ist als andere Motoren-Öle, ist die Verwendung sinnvoll. Denn nicht nur der Kraftstoffverbrauch sinkt.

Auch der Motorverschleiß verringert sich. Somit ist die Lebenserwartung des Motors höher.

Die Freude am Auto hält länger an und die Umwelt wird geschont.

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