Verkehrskontrolle

Verkehrskontrolle: Viele Strafen für Autofahrer lassen sich vermeiden

Strafen für Verkehrsdelikte bescheren Autofahrern viel mehr Probleme als und Dieselpreise, die von Jahr zu Jahr immer höher werden.

Dabei lassen sich ganz viele dieser Strafen vermeiden, wenn Autofahrer bei Verkehrskontrollen und nach Autounfällen einige Verhaltensregeln beachten.

So vermeiden Sie Probleme bei der Verkehrskontrolle

Die wichtigste Regel für alle Fahrer, die von der Polizei angehalten werden, lautet: Schweigen ist Gold.

Denn nach dem geltenden Gesetz ist der angehaltene Fahrer nur verpflichtet, Angaben zur eigenen Person zu machen und sonst kann er jede weitere Aussage verweigern.

Verzichtet der Fahrer oder die Fahrerin auf dieses Recht, kann er oder sie sich so stark belasten, dass gestiegene Benzinpreise oder Dieselpreise im Vergleich zur Strafe wie eine Kleinigkeit vorkommen.

Alkohol- und Drogentests

Wichtig ist auch, dass Sie der Polizei auch sonst so wenig Handhabe wie möglich gegen sich geben.

Das bedeutet unter anderem, dass Sie sowohl den Schweiß- als auch den Urin- oder Alkoholtest verweigern können.

Das Recht, Sie dazu zu zwingen, haben die Polizisten nur dann, wenn sie einen entsprechenden Gerichtsbeschluss in den Händen haben und Ihnen diesen auch vorlegen.

Verweigern dürfen Sie auch solche Tests wie das Laufen auf einer geraden Linie oder das Berühren der Nasenspitze.

Durchsuchungen

Was die meisten Autofahrer nicht wissen:

Auch zur Durchsuchung des Kofferraums und des Handschuhfaches brauchen Polizisten einen Gerichtsbeschluss oder Umstände, die als Gefahr in Verzug gedeutet werden können.

Dazu zählen die Fahne beim Fahrer oder der Drogengeruch im Auto und die Unmöglichkeit, den Gerichtsbeschluss schnell zu holen.

Ohne Gerichtsbeschluss oder dringenden Tatverdacht dürfen Polizisten die Sicherheit des Autos checken.

Dazu gehören das Messen der Profiltiefe und das Funktionieren der Scheinwerfer sowie der Blinker.

Außerdem obliegt es Ihnen, das Vorhandensein des Warndreiecks, der Warnweste und des Verbandkastens zu checken.

Auch Ihren Führerschein dürfen sie verlangen, aber Ihren Personalausweis eben nicht.

Ihr Handy dürfen sie ohne Gerichtsbeschluss ebenfalls nicht durchsuchen, weshalb Sie eine derartige Aufforderung ablehnen können.

Unangemessenes Verhalten der Polizei

Sollte einer der Polizisten sich daneben verhalten, so dürfen Sie sich deshalb bei der Dienstaufsicht beschweren.

Notieren Sie sich den Namen und die Dienstnummer der Polizisten, wenn Ihr Auto zum Beispiel ohne Gerichtsbeschluss durchsucht wird.

Damit die Beschwerde von der Form her in Ordnung ist und auch die nötige Wirkung zeitigt, sollten Sie sich die Hilfe eines Rechtsanwaltes beim Verfassen der Beschwerde holen.

Worauf Sie achten sollten

Haben Sie sich dagegen einen Verstoß gegen die geltenden Verkehrsregeln geleistet, so ist auch dann das Schweigen die beste Strategie.

Sollten Sie sich dennoch zum Vorfall äußern möchten, tun Sie das lieber schriftlich und erst nach der Rücksprache mit Ihrem Anwalt.

Das gilt für Sie auch dann, wenn Sie nicht der Fahrer, sondern lediglich der Beifahrer sind. Denn auf die Weise reduzieren Sie die Wahrscheinlichkeit der Selbstbelastung auf ein Minimum.

Was sollten Sie noch beachten? Um ganz sicher zu gehen, trinken Sie 24 Stunden vor der Fahrt keinen Alkohol, weil es ihnen die Garantie gibt, beim vielleicht verordneten Alkoholtest nicht durchzufallen.

Aus demselben Grund sollten Sie auf den Verzehr von mohnhaltigen Produkten vor der Autoreise verzichten.

Und beachten Sie alle Verkehrsregeln sowie Warnschilder, um unnötigen Ärger zu vermeiden.

Fazit

  • Machen Sie nur Angaben zur eigenen Person
  • Zeigen Sie bei Verkehrskontrollen nur die Warnweste, das Warndreieck und den Verbandkasten
  • Verlangen Sie den Gerichtsbeschluss, wenn Sie zur Blut-, Urin- oder Schweißkontrolle aufgefordert werden
  • Machen Sie dasselbe, wenn die Polizisten ihren Kofferraum oder das Handschuhfach durchsuchen oder Ihren Personalausweis oder das Handy sehen wollen
  • Notieren Sie sich die Dienstnummer des Polizisten und bestehen Sie auf der Erstellung eines Protokolls, wenn Ihr Auto durchsucht wird
  • Schreiben Sie mithilfe eines Anwaltes eine Beschwerde, wenn sich die Polizisten, die Sie angehalten haben, nicht korrekt verhalten
  • Wenn Sie aber nach dem Führerschein gefragt werden, zeigen Sie diesen vor
  • Essen Sie keine mohnhaltigen Produkte und trinken Sie keinen Alkohol 24 Stunden vor der Fahrt

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